23. April bis 11. Juni 2026: Galerie Immaginazione, Brugg
9. und 10. Mai 2026: Kulturnacht Bad Zurzach und Küssaberg, Schloss Bad Zurzach (9. Mai von 16 bis 22 Uhr, 10 Mai von 12 bis 16 Uhr)

Scheibe Nussbaum, gebrannt, geölt
Lebensstäbe diverse Hölzer

Ausstellungstext 2026

Sabine arbeitet sehr intuitiv, mediativ und fokussiert. Sie will mit ihren Arbeiten eine Harmonie und Zentriertheit zu den Menschen bringen und versucht entsprechend auch aus dieser Haltung heraus zu arbeiten. Ihre Werke sind eine Liebeserklärung an die Natur. Sie fühlt sich den Bäumen sehr nah und kann sich nirgends so gut regenerieren wie im Wald. Ein Holz ist über Jahre gewachsen, bis es bei Sabine auf dem Werkplatz liegt. Wenn Sabine mit Holz arbeitet, hat sie nie das Gefühl, bei 0 anzufangen, sondern es ist schon ganz viel an Geschichte in diesem Holz gespeichert. Deshalb versucht sie die Eigenheiten des Holzes in ihre Arbeiten einfliessen und sich von ihnen inspirieren zu lassen.

Viele Werke von Sabine dürfen aus einem spirituellen oder schamanischen Kontext betrachtet werden mit der Weltanschauung, dass wir miteinander verbunden sind und uns als Teil eines grossen Ganzen betrachten dürfen. Die Kunst von Sabine ist eine Aufforderung, uns wieder vermehrt als Gäste dieser Erde zu sehen und ihr mit Respekt, Achtsamkeit und Liebe zu begegnen. Ein Baum schenkt uns Menschen Sauerstoff, Schatten, Wärme, Nahrung, Erholung und Trost. Ohne die Bäume könnten wir Menschen schlicht nicht leben.

Die Lebensstäbe sollen uns daran erinnern, dass wir uns Selbst, unseren Mitmenschen aber auch unserer Umwelt gegenüber aufrecht, aufrichtig, respektvoll und würdevoll begegnen. Dass wir, genauso wie jedes andere Lebewesen und jede Pflanze, verbunden sind mit dem Boden und dem Himmel. Die Lebenstäbe dürfen Sie von der Halterung nehmen, berühren und mit ihnen in einen inneren Dialog treten.

Die Holzringe sind aus einem alten, ausgehöhlten Nussbaum entstanden, der über mehr als eine Generation neben dem Haus einer Bauernfamilie gewachsen ist. Für Sabine sind diese Ringe und Scheiben wie ein Gedicht oder eine Geschichte. Sie hat sich beim Arbeiten gefühlt wie eine Tätowiererin, die dem Holz mediative Muster und sich wiederholende Zeichen einbrennt. Sie hat das Holz mit dem Brennstab beschrieben, Formen und Muster eingebrannt und sich dabei in einen tiefen, mediativen Zustand versetzt, um diesen Scheiben und Ringen möglichst viel Ruhe, Kraft und Zentrierung einzuverleiben. Also genau die Energie, die auch ein Baum ausstrahlt, wenn wir uns zu ihm setzen. Bemalt sind die Ringe mit natürlichen Erdpigmenten. Sabine hofft, dass diese mediative Kraft auch für Sie fühlbar ist und dass diese Ruhe auch auf den Raum wirkt, in dem sich das Kunstwerk befindet.